Archiv für September 2008

GPRS und UMTS im Vergleich

Mittwoch, 10. September 2008

Die Zeiten, als jede mobile Einwahl ins Internet noch mit horrenden Kosten verbunden war, neigen sich langsam aber sicher dem Ende zu. Mobile Datenverbindungen über GPRS sind heute keine exotische Aktivität mehr und werden im Gegenteil ohne übermäßige Mehrkosten durch UMTS-Datenverbindungen ergänzt. Wenn man sich nur zwei Jahre zurück erinnert, dann war das mobile Internet vor allem aufgrund der Kosten nur einer kleinen und eng umrissenen Nutzerbasis aus Geschäftsleuten und den so genannten ‚Early Adopters‘ vorbehalten, die bereit waren, mit bescheidener Netzabdeckung und Bandbreite zu leben. Heute können sich viel mehr Menschen einen mobilen Internetzugang leisten. Gleichzeitig sind der Komfort und die Leistungsfähigkeit solcher Zugänge enorm gestiegen.

GPRS steht bei sämtlichen Netzbetreibern als technische Zugangsvariante zur Verfügung und liefert immerhin eine Datenrate von bis zu 53,6 Kbit/s, was für den mobilen E-Mail-Verkehr und das Lesen von Nachrichten auf schlanken News-Portalen vollkommen ausreicht. GPRS Tarife kommen für den mobilen Internetzugang häufig als Datentarife beim Prepaid-Discounter zum Einsatz und sind für Nutzer, die das mobile Web nur sporadisch (und vor allem sehr diszipliniert) nutzen ideal. Sie kommen grundsätzlich ohne monatliche Fixkosten aus und werden bei manchen Anbietern sogar mit UMTS-Upgrade angeboten. Da die Abrechnung in der Regel auf Volumenbasis erfolgt ist die Bandbreite aber in diesem Fall ein zweischneidiges Schwert. Man surft zwar mit UMTS flotter, die Kosten laufen aber bei unvorsichtigem Surfverhalten auch entsprechend schneller auf und eine Prepaid-Karte kann so unter Umständen innerhalb von Minuten ‚leergesaugt‘ sein.

Für alle diejenigen, die sich mit einer Grundgebühr anfreunden können, denen bietet die UMTS-Technologie einen schnelleren mobilen Anschluss. Mit bis zu 384 Kbit/s werden die Daten über diese Funktechnologie auf die Reise geschickt. UMTS hat sich inzwischen auch in der Tariflandschaft der großen Anbieter fest etabliert. So hat T-Mobile jüngst diese Tarifart in sein Konzept für Empfehlungsmarketing mit einbezogen. Über Tarif-Empfehlungen lässt sich seitdem bei T-Mobile mit UMTS-Internetzugängen sogar Geld verdienen. Auch wenn Handy-Sprachtarif-Empfehlungen dank einer Sommeraktion gerade noch deutlich mehr einbringen (eine ‚Max L‘-Empfehlung lässt sich der Netzbetreiber bei Vertragsabschluss ganze 100,- Euro kosten) ist dies ein klares Signal, dass mobile Datentarife in Zukunft eine immer größere Rolle in der Mobilfunk-Landschaft spielen werden und auch den Wettbewerb mit dem Festnetz nicht scheuen.

Dieser Gastbeitrag wurde von flat-umts.de zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!