Surfen im Ausland wird billiger
Freitag, 27. Juni 2008Nicht alle Mobilfunk-Netzbetreiber nahmen die Drohung seitens EU bisher wahr, aber ich bin überzeugt, dass dies bald ändern wird. Focus und Onlinekosten.de berichten, dass nur wenige Mobilfunk-Netzbetreiber bisher die Preise für SMS- und Datendienste-Roaming gesenkt hatten. Dabei haben sie nicht viel Zeit, denn die EU-Kommission meint es ernst. Wer bis zum 1 Juli die Preise auf das normales Niveau nicht sinkt, wird von der EU zwangsreguliert. Was das zu bedeuten hat, bekamen fast alle Mobilfunk-Netzbetreiber bereits zu spüren, als diese sich weigerten, Gespräch-Kosten in europäischen Ausland auf ein akzeptables Niveau zu bringen.
Die EU-Kommissarin Viviane Reding hatte ja schon bereits Anfang Juni die Chefs von Mobilfunkbetreibern ermahnt. Jetzt braucht man nur abzuwarten, und falls jemand damit nicht zum Handeln gebracht wurde, wird von EU eine entsprechende Verordnung rausgebracht, die von niemanden ignoriert werden kann, denn dafür bekommt man saftige Geldstrafen zu spüren.
Einige Mobilfunker benehmen sich aber vorbildlich. Dazu gehört unter anderem E-Plus. Denn die Kunden von E-Plus können bereits in ausgewählten Netzen im Ausland für 50 Cent pro Megabyte surfen. Das ist günstiger, als manche Preise in Deutschland selbst. Außerdem hat man die Möglichkeit, so genanntes Reisevorteil-Pack zu buchen und SMS danach für 29 Cent zu verschicken. Das ist zwar noch ziemlich teurer, aber immerhin verlangt E-Plus nicht das Doppelte, wie einige andere Mobilfunk-Netzbetreiber. Schade, dass die meisten Billig-Anbieter, die E-Plus Infrastruktur benutzen, wie ich heraus fand, ihre Preise unberührt ließen. Der Grund dafür ist, die meisten Billiganbieter, sogar Symio (Tochter von E-Plus) bieten überhaupt keine Datendienste im Ausland an. Das was ehrlich gesagt eine unangenehme Überraschung für mich. Ich benutze selbst eine SIM-Karte von einem Billiganbieter und konnte bereits von den günstigen Gespräch-Kosten im Ausland profitieren. Die Datendienste nahm ich nicht in Anspruch, da ich wusste, dass die Preise zurzeit zu hoch sind. Jetzt weiß ich aber, dass es auch unmöglich war, diese Dienste zu benutzen, da sie schlichtweg nicht angeboten werden. Schade.